„Wir haben es tausendfach bereut,“ und trotzdem bestellt TLS jetzt fünf neue LNG-Lkw

Veröffentlicht am

01/09/2026

Kategorie

Kundenfall

Die Geschichte von Timisoara Logistic Solutions: LNG-Lkw im Wert von rund einer Million Euro standen still, als der Gaspreis 2022 explodierte. Heute sind fünf neue bestellt, denn mit Bio-LNG statt fossilem LNG, mehrjährigen Preisvereinbarungen und niedrigen Kilometerkosten trägt der Business Case nicht länger das Risiko von damals.

Es ist 2020, und Timisoara Logistic Solutions wagt seine erste große grüne Investition: Das Transportunternehmen kauft zwei LNG-Lkw.

Zu diesem Zeitpunkt erscheint das als kluge Entscheidung. Die ersten beiden Fahrzeuge bewähren sich hervorragend. Sie fahren sich wie Diesel, liefern die niedrigeren CO₂-Emissionen, nach denen Kunden fragen und das bei einem attraktiven TCO. Überzeugt davon, der Entwicklung voraus zu sein, legt die Geschäftsführung nach und ordert acht weitere LNG-Lkw von Iveco. Eine Investition von rund einer Million Euro.

Und dann holt die Realität das Unternehmen ein.

Ein Iveco LNG-Lkw von Timisoara Logistic Solutions auf der Straße.

Als der erste Lkw ausgeliefert wird, ist der Preisunterschied zu Diesel bereits auf null geschrumpft. Kurz darauf marschiert Russland in die Ukraine ein, und der Gaspreis schießt in die Höhe. Was ein Glücksgriff hätte werden sollen, wird zum Klotz am Bein. Es ist günstiger, die Lkw stehen zu lassen, als sie fahren zu lassen. Also stehen sie da, irgendwo in einer Ecke des Geländes, monatelang.

„Wir haben es tausendfach bereut, diese LNG-Lkw angeschafft zu haben.“ – Geschäftsführung TLS

Und doch endet die Geschichte hier nicht. Denn heute glaubt TLS stärker an den Kraftstoff als je zuvor, und fünf neue Lkw sind bereits bestellt. Diesmal für Bio-LNG. Und das aus diesen Gründen.

Was sich seitdem verändert hat

TLS ist ein internationaler Transporteur durch und durch. Tag und Nacht fahren seine Lkw kreuz und quer durch Europa, mit Schwerpunkten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich und Rumänien. Die Geschäftsführung trifft die Flotten- und Kraftstoffentscheidungen selbst und rechnet jede davon auf Kosten pro Kilometer, Reichweite und Risiko zurück. Keine Entscheidung ohne Taschenrechner. Das erklärt auch, warum Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) für das Unternehmen nie eine ernsthafte Option war:

„Das Fahren mit HVO ist teurer als mit Diesel, und das können wir unseren Kunden nicht verkaufen.“ – Geschäftsführung TLS

Der jüngste Zuwachs bei TLS: fünf neue LNG-Lkw.

Genau darin liegt der Kern, warum TLS an Bio-LNG glaubt. Denn Bio-LNG unterscheidet sich grundlegend von dem LNG, an dem das Unternehmen einst scheiterte. Während herkömmliches LNG aus fossilem Erdgas gewonnen wird, entsteht Bio-LNG aus organischen Reststoffen wie Gülle und anderen biologischen Abfällen. Chemisch verhält es sich im Tank identisch — dieselben Lkw, derselbe Tankvorgang, dieselbe Leistung — doch die Herkunft ist eine völlig andere.

Für ein Transportunternehmen ist das in zweierlei Hinsicht wertvoll. Bio-LNG erzielt die höchste CO₂-Reduktion aller Kraftstoffe — es kann sogar nachhaltiger sein als das Fahren mit Grünstrom. Diese nachweisbare, zertifizierte Reduktion kann TLS direkt an die Kunden weitergeben, die danach fragen. Und weil Bio-LNG zu 100 % fossilfrei ist und lokal produziert wird, ist es gegenüber Kriegen und anderen geopolitischen Ereignissen deutlich weniger anfällig als das fossile LNG, das 2022 den Business Case zunichtemachte.

Warum sich 2022 nicht wiederholen kann

Die Frage, die immer wieder aufkommt und die sich TLS wie kaum ein anderer gestellt hat: Was, wenn es noch einmal passiert? Die ehrliche Antwort lautet, dass der Schlag von 2022 kein Unfall war, der sich einfach so wiederholt. Drei Dinge haben sich seitdem strukturell verändert.

Erstens: Der Preis steht jetzt fest. Wo TLS 2022 dem Tagespreis ausgeliefert war, sind mehrjährige Preisvereinbarungen heute immer häufiger möglich. Sollte der Preis für Bio-LNG wider Erwarten doch einmal steigen, ist dieses Risiko mit einem mehrjährigen Vertrag praktisch auf null reduziert.

„Dank Rolande sind Vereinbarungen über mehrere Jahre möglich. Das verschafft dem Business Case einen Stabilitätsvorteil gegenüber Diesel.“ – Geschäftsführung TLS

Zweitens: Bio-LNG ist zu 100 % fossilfrei und damit weniger anfällig für geopolitische Entwicklungen. Der Preisausschlag von 2022 entstand aus der Abhängigkeit von fossilem Gas aus Russland. Bio-LNG ist nicht nur fossilfrei, es wird auch lokal in den Niederlanden und in Deutschland produziert. Diese Kombination macht es doppelt unempfindlich: Sollte am anderen Ende des Kontinents erneut ein Krieg ausbrechen, bliebe der Preis für Bio-LNG deutlich stabiler.

Drittens: Die Gesetzgebung steht auf der Seite von Bio-LNG. Nicht nur der elektrische Antrieb wird gefördert, auch wer mit Bio-LNG fährt, wird belohnt. Maßnahmen wie die niederländische Lkw-Maut (vrachtwagenheffing), RED III und ETS2 verteuern Diesel strukturell, während erneuerbare Kraftstoffe wie Bio-LNG günstiger bepreist werden. Der Preisunterschied wächst dadurch Jahr für Jahr, zugunsten von Bio-LNG.

Wussten Sie, dass Bio-LNG nicht nur deutlich nachhaltiger ist als Diesel, sondern auch spürbar günstiger pro Kilometer? Mit Bio-LNG zahlen Sie bis zu 50 % weniger pro Kilometer als mit Diesel oder HVO. Mit unserem TCO-CO₂-Rechner vergleichen Sie Kilometerpreis, Kraftstoffkosten und CO₂-Reduktion aller Kraftstoffe für Ihre konkreten Fahrten.